40 Jahre SPAK: Eine Chronik des Protests und des Engagements für soziale Gerechtigkeit in Tirol

Das Jubiläumsjahr

Das Jahr 2025 ist ein besonderes für den Sozialpolitischen Arbeitskreis (SPAK): Die Organisation feiert ihr 40-jähriges Jubiläum. Seit ihrer Gründung im Jahr 1985 setzt sich das Netzwerk von mittlerweile 26 Mitgliedsorganisationen für mehr als 35.000 Menschen in Tirol ein. Dieser einzigartige Zusammenschluss leistet, wie schon seit vier Jahrzehnten, sozialpolitische Lobbyarbeit im Interesse benachteiligter Personen und demonstriert damit die fortwährende Notwendigkeit kritischer Sozialarbeit.

Der thematische Schwerpunkt im Jubiläumsjahr wurde auf das Wohnen gelegt – eine Problematik, die den SPAK seit seiner Gründung beschäftigt. Das Motto der Aktivitätenreihe lautete nicht umsonst „Mieten. Essen. Leben. Auf“.

April: Um den 10. April herum wurde ein Wandbild an der Fassade zum Tivoli Schwimmbad gestaltet, um die prekäre Situation des Tiroler Wohnungsmarkts für eine breite Öffentlichkeit sichtbar zu machen.

Mai: Am 7. Mai fand in der Stadtbibliothek ein Vortrag mit dem Soziologen Christoph Reinprecht statt, der darlegte, dass Wohnungslosigkeit als „generalisiertes Risiko“ zu betrachten ist und die Problematik nicht auf Randgruppen reduziert werden darf.

Oktober: Am 17. Oktober fand die Großdemonstration „Mieten essen Leben auf“ statt. Die Kundgebung war mit 500 Personen ein großer Erfolg und setzte ein kraftvolles Zeichen für bezahlbaren Wohnraum und soziale Gerechtigkeit.

November (11.11.): Gemeinsam mit einem breiten Bündnis gegen Armut und Wohnungsnot wandte sich der SPAK mit einem offenen Brief an die politische Entscheidungsträger:innen. Das Bündnis appellierte dringend, vom beabsichtigten Ausschluss subsidiär Schutzberechtigter von den Leistungen der Mindestsicherung abzusehen.

November (20.11.): Am Tag der Aktuellen Stunde im Tiroler Landtag zeigte der SPAK der Landesregierung symbolisch die Rote Karte. Der Protest richtete sich gegen die anhaltende finanzielle Schieflage im Sozialbereich (reale Kürzungen durch fehlende Indexanpassung) und die geplante Verschlechterung der Mindestsicherung, inklusive des Ausschlusses schutzbedürftiger Menschen.

Am 14. November fand schließlich die 40 Jahr - Feier des SPAK in der p.m.k. Innsbruck statt - ein Anlass für einen Rückblick auf 40 Jahre Engagement und gegenseitige Bestärkung zum Weitermachen: Der SPAK bleibt laut!

 

Der Blick zurück
 

Anlässlich 40 Jahre SPAK hat sich Schauspielerin und Regisserin Elke Hartmann in die Chroniken des SPAK vertieft und für die Feier am 14. November einen Rückblick verfasst. Ihr Blick hinter die Kulissen von vier Jahrzehnten Sozialarbeit berichtet von sich in zäher Schleife wiederholenden drohenden und tatsächlichen Kürzungen, über das Stigma der "urinierenden Obdachlosen" bis hin zum "Goldenen Prügel". Elke Hartmanns Rede zum 40. Jubiläum des SPAK ist eine wütende und zugleich zärtliche Hommage an jene, die unermüdlich für gesellschaftliche Gerechtigkeit kämpfen – und gegen eine Politik, die Almosen dem Grundrecht auf ein würdiges Leben vorzieht. 

Die Schauspielerin Antje Weiser hat bei der Feier in der pmk die kurzfristig erkrankte Elke Hartmann vertreten und das Publikum mitgenommen auf einen Streifzug durch 40 Jahre SPAK. 

40 Jahre SPAK - Der SPAK - Rede und Würdigung - Nachlesen

 

 

 

Die Schauspielerin Antje Weiser hat bei der Feier in der pmk die kurzfristig erkrankte Elke Hartmann vertreten und das Publikum mitgenommen auf einen Streifzug durch 40 Jahre SPAK. 

Katharina Hölbing und Michael Hennermann führten durch den Abend.

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